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Vereinsgeschichte

Finden Sie hier Auszüge aus der Chronik des SV Baar anlässlich seines 40-jährigen Vereinsjübiläums, die Broschüre präsentiert wurde.

Diese Mannschaft errang 1957/58 den ersten Sieg mit 6:2 gegen den SC Ried. Stehend von links nach rechts: Josef Angerer, Michael Schreier, Xaver Raba, Josef Müller, Kaus Grädler, Betreuer Josef Neumayer sen., Otto Pfosser; mittl. Reihe von links nach rechts: Frobin Fendt, Erwin Mayr, Konrad Koller; vorne von links nach rechts: Fritz Schmaus, Josef Neff, Josef "Josch" Neumayer

Wie alles begann

Im Jahr 1957 trafen sich 28 Sportbegeisterte (darunter Leonhard Pfisterer sen., Josef Sailer sen., Josef "Jupp" Schwed, Hans Wiedenhöfer und Anton Meitinger auf Initiative des unvergessenen Josef Neumayer sen. und beschlossen einen Sportverein zu gründen. Bei der konstituierenden Sitzung am 04.05.1957 wurde der Sportverein Unterbaar aus der Taufe gehoben.

Der nötige Platz

Doch mit der Vereinsgründung war leider das Hauptproblem, nämlich einen Sportplatz zum Austragen der Fußballspiele zu haben, noch nicht gelöst. Dankenswerterweise räumte der SV Bayerdilling, der damals bereits in der B-Klasse spielte, dem SV Unterbaar das Gastrecht ein, seine "Heimfußballspiele" im Spielbetrieb der C-Klasse Neuburg 57/58 auf dem Sportgelände des SV Bayerdilling auszutragen.

In den folgenden beiden Jahren stellte dann die Familie Bartlmä dem Verein eine Wiese an der Aichacher Straße in Oberbaar - nähe Burgstall - zur Verfügung bevor man in der Spielzeit 59/60 als weitere Übergangslösung auf einer Wiese der Familie Hutter hinter dem Unterbaarer Friedhof dem "runden Leder" nachjagte.

Selbstverständlich waren angesichts der widrigen äußeren Bedingungen noch keine sportlichen Erfolge möglich, was aber dem Mannschaftsgeist und der Sportbegeisterung keinen Abbruch tat.

Im Sommer 1961 war es dann soweit; der Sportverein hatte seinen eigenen Fußballplatz. Der "Unterbaarer Weiher", ein Geschenk vom seinerzeitigen Schloß- und Brauereibesitzer Gustav Einstein, wurde aufgefüllt und zum Sportplatz umfunktioniert.

Sofort stellte sich mit dem neuen "Sportgelände" der sportliche Erfolg ein. Die Seniorenmannschaft stieg mit großer Euphorie in die B-Klasse auf.

Diese Mannschaft stieg 1963 in die B-Klasse auf. Von links nach rechts: Anton Schmid, Hans Hofschuster, Martin Fendt, Josef Neff, Michael Schreier, Alois Königsdorfer, Konrad Götz, Josef Sailer, Alois Fendt, Erwin Mayr, Hans Sailer

Sehr bald stellte sich jedoch heraus, daß der Aufstieg für den jungen Verein noch zu früh gekommen war. Der sofortige Abstieg in die C-Klasse sowie das "Auseinanderfallen" des Spielerkaders nach diesem sportlichen Rückschlag setzten dem Verein enorm zu. In dieser schwierigen Situation war es Josef Neumayer sen., der mit unermüdlichen Einsatz dafür sorgte, dass in Baar weiter Fußball gespielt wurde. Mit dem neuen Vorsitzenden Jakob Dallmayr stabilisierte sich der SV Unterbaar, was letztendlich in der Spielzeit 65/66 mit dem sportlichen Aufstieg in die B-Klasse belohnt wurde.

Das siegreiche Baarer Team stehend von links nach rechts: "Charly" Fickert, Richard Fuhrer, Spielertrainer und Kopf der Mannschaft Andy Jung, Martin Fendt, Alois Königsdorfer, Betreuer Josef Neumayr sen.; mittlere Reihe kniend von links nach rechts: Hans Ferdl Guckert (Schütze des 2:0), Anton Schmid, Konrad Götz; vorne sitzend von links nach rechts: Franz Schrettle, Hans "Fazekas" Hofschuster, Konrad Fuhrer

Anders als im Jahr 63, wo der Abstieg das Bestehen des Vereins gefährdet hatte, überstand der SV Unterbaar der erneuten Abstieg aus der B-Klasse im Jahr 67 relativ unbeschadet und schaffte im darauffolgendem Jahr 68 den sofortigen Wiederaufstieg in die B-Klasse.

In all diesen sportlich schwierigen Jahren mußten die Fußballer auf die heute so selbstverständlichen Dinge wie Umkleidekabinen und Waschgelegenheiten verzichten.

Mit dieser Mannschaft versuchte man die B-Klasse in der Saison 68/69 zu halten. Von links nach rechts: Betreuer Josef Neumayr sen., Mannschaftskapitän Anton Schmid, Hans Hofschuster, Martin Fendt, Georg Braun, Gerd Guckert, Thomas Mertl, Martin Neumayr, Konrad Dallmayr, "Charly" Fickert, Konrad Fuhrer, Edi Loderer, Franz Fuhrer

Die kurzerhand errichtete Holzbaracke am Sportplatz mit der Möglichkeit sich in der kleinen Paar bei fließendem Wasser zumindest im Sommer abkühlen zu können bzw. die von Herrn Oehler zur Verfügung gestellte Waschküche wurden den gestiegenen sanitären und hygienischen Anforderungen nicht mehr gerecht. Deshalb plante man den Neubau eines Sportheimes. Nach zweijähriger Bauzeit und dem unermüdlichen Einsatz zahlreicher freiwilliger Helfer konnte der Sportverein ab 1969 die neuen Räumlichkeiten mit den großzügigen Umkleidekabinen und Duschmöglichkeiten sowie den zeitgerechten sanitären Anlagen für sich nutzen.

Wie weitsichtig die damals Hauptverantwortlichen Herr Jakob Dallmayr und als stetiger Antreiber Herr Josef Neumayer sen. geplant hatten, zeigt sich darin, dass das damals errichtete Sportheim heute noch nach 50 Jahren von den Aktiven uneingeschränkt genutzt werden kann. Kaum war das Sportheimproblem gelöst, zeichnete sich die nächste Schwierigkeit für den Verein ab. Der mit einfachsten Mitteln auf schwierigen Untergrund erstellte Sportplatz war den steigenden Belastungen durch den Spielbetrieb nicht mehr gewachsen. Im Herbst versanken die Spieler nahezu im Morast. Zahlreiche Pfützen, in den sich sogar teilweise während der Fußballspiele die Enten der Sportplatzanlieger badeten, ließen die sportlichen Auseinandersetzungen mit dem Gegner zum Lotteriespiel werden. Mit der Anpachtung des Lagerhausplatzes gelang es kurzfristig einen Ausweichplatz zu schaffen. Dieser konnte zwar den Anforderungen eines Hauptspielfeldes auf Dauer nicht gerecht werden, leistete jedoch für den Verein als Übergangslösung sowie als anschließendes Trainingsgelände bis in die 90er Jahre hinein sehr wertvolle Dienste. Parallel suchte der Sportverein sowie die Gemeinde nach einem Gelände auf dem ein neuer Sportplatz errichtet werden sollte. Für viele unvorstellbar kam der Vorschlag die Oberbaarer Kiesgrube in einen Fußballplatz umzuwandeln. Allen Unkenrufen zum Trotz konnte der SV Baar nach immensen Rodungs- und Erdbewegungsarbeiten und der erneut zahlreichen Unterstützung vieler Ehrenamtlicher Helfer (ca. 1700 Arbeitsstunden) im Jahr 1977 den idyllisch gelegenen Waldsportplatz einweihen.

"Von der Kiesgrube zum Waldsportplatz" Nachdem der Unrat aus der Kiesgrube beseitigt war und die Bäume gefällt waren, konnte der Sportplatz eingeebnet werden. So entstand ein Waldsportplatz der vor allen Dingen von den Jugendmannschaften zu Punktspielen oder von den Seniorenfußballern als Trainingsplatz genutzt wird.
Auf Grund der herrlichen abgelegenen Lage wurde der Waldsportplatz auch als Jugendzeltlagerplatz für den Baarer Nachwuchs genutzt.

Mit Weitblick setzte sich der seit 1977 amtierende neue Vorsitzende Egon Christl dafür ein, auch den Hauptsportplatz am Sportheim umgehend wieder bespielbar zu machen. Nach umfangreichen Drainagenverlegungen sowie einer Anhebung des Spielfeldes durch die Einbringung einer wasserdurchlässigen Kiesschicht konnte der trockengelegte Hauptsportplatz 1979 wieder dem Spielbetrieb übergeben werden. Noch heute befindet sich das sanierte Fußballfeld in einem sehr guten Zustand, da man ihn auf Grund zweier "Ausweichplätze" (Lagerhaus- und Waldsportplatz) bei schlechter Witterung "schonen" konnte.

Zurück zum sportlichen Bereich beim SV Unterbaar. In der Spielzeit 68/69 konnte sich die Erste Baarer Mannschaft erstmals in der B-Klasse halten, bevor sie im Spieljahr 69/70 erneut den bitteren Weg des Abstiegs in die C-Klasse antreten musste. Sozusagen als Trostpflaster gelang es dem SV Unterbaar erstmalig den begehrten Lechrainpokal (durch einen 2:1 Sieg über den SV Thierhaupten) nach Baar zu holen.

Hier zeichnete sich auch bereits ab, daß der SV Unterbaar, von den umliegenden Vereinen häufig als "Fahrstuhlmannschaft" bezeichnet, wohl in den nächsten Jahren zu einem sportlichen Höhenflug ansetzen könnte. Tatsächlich gelang es der Baarer Seniorenmannschaft mit ihrem überragenden Torschützekönig Gerd Guckert (35 Treffer) durch einen 8:1 Sieg über den SV Münster am letzten Spieltag als Meister 1972 (43:5 Punkte bei 114:18 Toren) erneut in die B-Klasse aufzusteigen.

Mit dieser Mannschaft schafften die Baarer 1972 den Aufstieg in die B-Klasse. Stehend von links nach rechts: Gerd Guckert, Hans Ferdl Guckert, Franz Fuhrer, Martin Neumayer, Thomas Mertl, Georg Braun, Betreuer Josef Neumayer sen., kniend von links nach rechts: Konrad Dallmayr, Georg Bögl, Albert Grammer, Alfred Reges, Rudi Fuhrer. Weiter gehörten zum damaligen Aufgebot: Andreas Beutlrock, Egon Christl, Martin Fendt, "Charly" Fickert, Alfred Götz, Leonhard Kandler, Alois Königsdorfer, Edi Loderer, Franz Ruisinger, Anton Schmid, Karl Thalmeier

Als zweiter in der B-Klasse verpassten die Kicker des SV Baar in der darauffolgenden Spielzeiten den direkten Durchmarsch in die A-Klasse nur denkbar knapp. Nachdem der SV Unterbaar auf Grund der politischen Vereinigung der ehemals selbständigen Orte Oberbaar und Unterbaar zur Gemeinde Baar sich 1973 zur Änderung des Vereinsnamens entsprechend des Ortsnamens auf SV Baar entschloss, konnte man im Jahr 1975 nach einem guten B-Klassenjahr 1974 (4. Platz) endlich mit der Meisterschaft den bisher größten Erfolg der Vereinsgeschichte verbuchen. Dabei sah es zu Beginn der Spielzeit 74/75 alles andere als nach einem Aufstieg aus. Erst nach einer beispielhaften Aufholjagd konnte man sich am letzten Spieltag an dem bis dahin die Tabelle anführenden SV Münster, der das letzte Saisonspiel beim bereits als Absteiger feststehenden FC Illdorf verlor, durch einen 7:1 Sieg in Wagenhofen vorbeischieben. Die daraufhin spontan angesetzte Aufstiegsfeier am Sportplatz mit Fortsetzung im Unterbaarer Bräustüberl dauerte bis in den frühen Morgen hinein und wird den Teilnehmern unvergessen bleiben.

In der Saison 1974/75 gelang dem SV Baar als Meister der B-Klasse erstmals der Aufstieg in die A-Klasse Ost. Stehend von links nach rechts: Trainer Fredl Raba, Andreas Ruisinger, Martin Neumayer, Thomas Mertl, Franz Ruisinger, Franz Fuhrer, Hans Hofschuster, Gerd Guckert, Edi Loderer, Betreuer Josef Neumayer sen.; kniend von links nach rechts: Alois Königsdorfer, Georg Bögl, Sefko Adrovic, Albert Grammer, Rudi Fuhrer, Heinz Pfeilmeier. Während der Saison kamen noch zum Einsatz: Georg Braun, Konrad Dallmayr, Horst Fickert, Albert Reichart, Hermann Reichart, Anton Schmid

Auch in der A-Klasse Schwaben Ost sorgte der SV Baar zunächst für Furore, und fand sich nach 3 Spieltagen und 2 Erfolgen (2:1 gegen Langenmoosen und 4:1 gegen Burgheim - diese waren im Jahr zuvor aus der Bezirksliga abgestiegen - sowie einem 2:2 in Ober-/Unterhausen) auf dem 2. Tabellenplatz wieder. Am Ende der Saison mußte man sich aber mit einem respektablen 8. Tabellenplatz und doch einigen deftigen Niederlagen (11:1 im Rückspiel gegen Langenmoosen) zufriedengeben. Ein trauriger Tiefpunkt in der Saison war die schwere Verletzung des Baarer Abwehrspielers Franz Ruisinger, der sich beim Punktspiel gegen den SV Rehling am 02.10.1975 sowohl das Schien- als auch das Wadenbein brach.

Im darauffolgenden Spieljahr mußten die Kicker - nach einem sportlich schwierigen Jahr - als Tabellenletzter gerade zum 20jährigen Vereinsjubiläum den Abstieg in die B-Klasse in Kauf nehmen. Doch bereits im zweiten B-Klassenjahr gelang den Baarern der erneute Aufstieg 1979 als man sich als Tabellenzweiter der B-Klasse Neuburg im Entscheidungsspiel in Thierhaupten gegen den Tabellenzweiten der B-Klasse Aichach DJK Gebenhofen in einem spannenden Match knapp mit 3:2 durchsetzen konnte.

Die A-Klassenaufsteiger 1978/79; von links: Betreuer Max Baumgartner, Rudi Fuhrer, Albert Grammer, Edi Loderer, Georg Bögl, Dieter Zach, Peter Kopp, Andreas Ruisinger, Peter Guckert, Gottfried Denkel, Spielertrainer Rudolf Probst, Alois Königsdorfer, Rudi Kefer, Adi Kefer, Sefko Adrovic, Sebastian Bachhuber

Leider folgte dem Erfolg sofort die Ernüchterung und man mußte als abgeschlagener Tabellenletzter mit dem Lokalrivalen Thierhaupten den Wiederabstieg antreten. Nachdem der überragende Spielertrainer Rudolf Probst daraufhin - nach 3 Jahren Tätigkeit - den Verein verließ, setzte der SV Baar seine sportliche Talfahrt fort und mußte, nachdem er sich 1981 gerade noch vor dem Abstieg retten konnte, 1982 den bitteren Weg in die C-Klasse antreten. Wie problematisch dies für den Verein war, zeigte sich daran, dass der sowohl sportlich als auch finanziell wichtige Wiederaufstieg erst nach 4 Jahren gelang, als man souverän mit 4 Punkten Vorsprung unter Spielertrainer Anton Stadler die Abschlusstabelle anführte und endlich wieder in der B-Klasse um Punkte kämpfen durfte.

Der Meister der C-Klasse und B-Klassenaufsteiger 1985/86, stehen von links: Abteilungsleiter Konrad Dallmayr, Kapitän Erich Schrettle, Christian Mertl, Karl-Heinz Schrettle, Werner Mayr, Dieter Zach, Andreas Stangl, Franz Braun, Vorsitzender Egon Christl; vorne von links: Peter Neff, Rudi Kefer, Rudi Fuhrer, Uwe Neff, Adi Kefer, Norbert Reiter, Spielertrainer Anton Stadler

1986 errang gleichzeitig die Reservemannschaft mit 43:1 Punkten unangefochten ihre bisherige einzige Meisterschaft.

Meistermannschaft Reserve Saison 1985/86: stehend von links: Trainer Anton Stadler, Albin Aschenmeier, Anton Bögl, Werner Guckert, Johann Schmid, Hermann Kefer, Gerhard Guckert; kniend von links: Konrad Dallmayr, Peter Neff, Michael Heldeis, Franz Kefer, Robert Beutlrock, nicht im Bild: P. Guckert, K.-H. Schrettle, R. Wipplinger, U. Wipplinger

In diesen Jahren der sportlichen Tristess war die Vereinsführung jedoch nicht untätig. Neben dem Sportverein suchten der Schützenverein, Gesangsverein und die Kolpingfamilie geeignete Räume, um ihre unterschiedlichen Freizeitwünsche umsetzen zu können. Eine rechte Bleibe war für keinen der Vereine gegeben und so wurde der Wunsch nach einer gemeinsamen Begegnungsstätte - unserer heutigen Mehrzweckhalle - laut. Vom Wunschdenken bis zur Einweihung vergingen 6 Jahre verbunden mit sehr viel Engagement und Arbeit von Egon Christl und seinen vielen, vielen freiwilligen, fleißigen Helfern. 1986 konnte man schließlich die Mehrzweckhalle mit einem gelungenen 4-tätigen Fest einweihen.

Wie wichtig die Mehrzweckhalle für unseren Ort ist, zeigt sich heute mehr denn je. So hält die seit 1994 wieder selbständige Gemeinde Baar ihre Gemeinderatsitzungen dort ab (Anm.: mittlerweile trifft sich das Gremium um Bgm. Kandler regelmäßig im umgebauten Feuerwehrhaus zu ihren turnusmäßigen Sitzungen) und die Mutter-Kind-Gruppe kann bei ihren Treffen den Raum des Gesangsvereins mitbenutzen. Generell wären "Bälle" oder Veranstaltungen, aber auch private Feiern, für die man das Stüberl nutzen kann, nicht durchführbar, wenn wir die Mehrzweckhalle nicht hätten. Zusätzlich wurde im Jahre 1990 vom SV Baar noch ein Kinderspielplatz zwischen Mehrzweckhalle und dem Sportplatz errichtet. Das Sportheim mit Mehrzweckhalle wurde somit zwischenzeitlich nicht nur zu einem Veranstaltungsort für verschiedenste Anlässe, sondern wird auch von zahlreichen Kindern als zentraler Treffpunkt genutzt.

Im Spieljahr 1986/87 errang man dann den 5. Tabellenplatz in der B-Klasse mit 29:20 Punkten und konnte somit erstmals ein rundes Vereinsjubiläum unbelastet
ohne den Negativtouch des Abstiegs feiern. Unvergessen ist in diesem Spieljahr die Pflichtpunktspielauseinandersetzung mit unserem Patenverein Echsheim am
5.4.1987, bei dem unsere Fußballer trotz eines 4:2 Pausenrückstandes noch ein 5:5 Unentschieden vor großer Zuschauerkulisse nach 3 Toren von Dieter Zach in
Echsheim schafften.

Auch im Folgejahr konnte man sich mit 21:27 Punkten und Platz 8 im Mittelfeld der Tabelle platzieren. Highlight dieser Saison war dabei der 4:1 Heimerfolg über den Erzrivalen und späteren Aufsteiger in die A-Klasse SV Thierhaupten am 1.5.1988. Leider musste man aber in der Spielzeit 88/89 erneut den Abstieg in die unterste Liga hinnehmen und konnte im folgenden Jahr die sportlichen Erwartungen mit dem geplanten Wiederaufstieg nicht ganz erfüllen. Im August 1991 lud der damalige Fußballabteilungsleiter Christian Mertl die Spieler der Ersten Mannschaft deshalb mit folgenden Worten zum ersten Training für die Saison 91/92 ein: "Wir Ihr ja alle wisst, wollen wir heuer endlich mal wieder raus aus der Hammerliga. Also strengt Euch an!"

Unter Trainer Peter Mandelmaier und dem seit 1991 amtierenden 1. Vorstand Johann Schmid stellte sich tatsächlich der erwünschte Erfolg ein und als man am drittletzten Spieltag mit 4:1 beim Mitfavoriten Ober-/Unterhausen siegte und damit einen Punkt Vorsprung hatte, schien es, als ob dem SV Baar die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen sei. Im letzten Punktrundenspiel leistete man sich dann aber nach einer 1:0 Führung noch eine unnötige 1:2 Niederlage gegen den im hinteren Tabellendrittel rangierenden SV Sinning, sodass man "nur" als unangefochtener Tabellenzweiter mit 43:13 Punkten und 76:31 Toren den Sprung in die B-Klasse schaffte. Torschützenkönig des SV Baar und der C-Klasse war in diesem Jahr Martin "Martl" Schreier mit 22 Toren.

ls man sich dann im Folgejahr nach Punktegleichheit mit zwei weiteren Teams der B-Klasse, zunächst in Pöttmes mit 3:2 gegen den BSV Berg im Gau und anschließend mit 3:2 nach Verlängerung gegen den TSV Ober-/Unterhausen in Bayerdilling, unterstützt durch zahlreiche Fans, durchsetzen konnte, befand man sich endlich wieder in der A-Klasse Schwaben Ost.

Mit dem 2. Platz der Reservemannschaft zeigte sich auch diese nahezu meisterlich. Anders aber als in den früheren A-Klasenzeiten verfügte der SV Baar auf Grund der langjährigen Jugendarbeit über einen jungen, großen und spielstarken Mannschaftskader, sodass man sich 93/94 trotz einiger Probleme in der A-Klasse halten konnte. Die Reservemannschaft konnte sogar in der A-Klasse Ost erneut eine Vizemannschaft feiern. Nachdem sowohl Martin Schreier als auch Thomas Mayr 1994 den Verein in Richtung Aindling verließen und somit sozusagen der komplette erste Sturm fehlte, wurde der SV Baar als erster Abstiegskandidat der A-Klasse Ost der Saison 94/95 gehandelt. Jedoch weit gefehlt! Mit der Verpflichtung des überragenden Spielertrainers Ewald Gebauer strafte man die Pessimisten Lügen. Nach 5. Spieltagen und einem 2:1 Sieg über Hollenbach stand man mit 9:1 Punkten an der Tabellenspitze. Bedauerlicherweise konnte die Mannschaft das hohe Niveau nicht halten und musste am 27.11.94 mit nur 16:14 Punkten in die Winterpause gehen. In der Rückrunde gab es dann erneut Höhen und Tiefen. Erwähnenswert ist hier vor allem der 6:0 Kantersieg über Kühbach durch Tore von Konrad Raab, Christl Bernd, Edwin Brieschenk und einem lupenreinen Hattrick durch Spielertrainer Ewald Gebauer. Im letzten Saisonspiel sorgte dann die Seniorenmannschaft des SV Baar mit einem 1:1 Unentschieden gegen den dadurch als Bezirksligaaufsteiger feststehenden FC Affing für einen
versöhlichen Abschluss, der mit Platz 8 und 27:25 Punkten bei 48:48 Toren belohnt wurde! Durch den guten dritten Platz der Reservemannschaft in der Tabelle wurde diese Saison zum bisher erfolgreichsten A-Klassenjahr in der Vereinsgeschichte. Im Jahr 1995/96 erwies sich der SV Baar erneut als Schnellstarter und belegte nach dem 4:2 Sieg über Inchenhofen am 6. Spieltag Platz 3. Letztendlich konnte man aber auch in diesem Jahr den Tabellenplatz nicht behaupten und musste mit einem 1:1 im letzten Punktspiel gegen Gebenhofen mit 18 Punkten in 15 Spielen als Tabellenzehnter den Gang in die Winterpause antreten. Demgegenüber schlug sich die Reservemannschaft beachtlich und konnte als Tabellenführer mit 35 Punkten und 47:18 Toren die Herbstmeisterschaften einfahren. Am Saisonende schloss man dann das 3. A-Klassenjahr als Tabellenzehnter mit 29 Punkten und 41:56 Toren ab. Die Reservemannschaft konnte leider mit 57 Punkten und 73:29 Toren ihre Tabellenführung nicht ganz verteidigen und landete wieder einmal auf Platz 2 der Abschlusstabelle. Für die abgelaufene Spielzeit hatten sich unsere Kicker viel vorgenommen. Zunächst schienen sich die Wünsche zu erfüllen als man nach 7 Spieltagen und 13 Punkten ungeschlagen den 2. Tabellenplatz belegte. In den darauf folgenden Begegnungen konnte unsere „Erste“ jedoch lediglich noch ein Unentschieden erzielen, sodass sie in der Tabelle nach unten durchgereicht wurde mit 14 Punkten und 19:27 Toren befand man sich zur Winterpause plötzlich am Tabellenende.

Mit dem 2:0 Erfolg im Nachholspiel gegen Petersdorf am 01.05.1997 gelang es unserer Mannschaft sich auf einen Nichtabstiegsplatz in der Tabelle vorzuschieben.Mit einem fulminanten Schlussspurt und 3 Siegen innerhalb der letzten 4 Spieltage konnte unsere Elf mit dem knappen 1:0-Auswärtssieg gegen den SV Münster am letzten Spieltag den Klassenerhalt sichern. Schütze des goldenen Tores war hierbei Schrettle Erich. Der Klassenerhalt ist somit ein weiterer Grund zum Feiern!

Obwohl wie beschrieben mit der Einweihung der Mehrzweckhalle das größte Bauobjekt in der Baarer Vereinsgeschichte, wie bereits erwähnt, erfolgreich abgeschlossen worden war, konnten sich die Verantwortlichen des SV Baar nicht ausruhen. Weitere bauliche Verbesserungen an den Spielplätzen waren erforderlich. Sowohl am Waldsportplatz als auch neben dem Hauptspielplatz wurde jeweils eine Holzhütte mit vielen Stunden Eigenleistung errichtet.

Eine gemeinsame Einweihungsfeier fand im Oktober 1990 statt. 1992 musste der Hauptsportplatz saniert werden und man entschloss sich gleichzeitig die Sportplatztribünen am Kirchweg neu zu gestalten bzw. zu sanieren. 1995 kristallisierte sich ein zusätzliches Problem heraus. Es zeichnete sich ab, dass das Trainingsgelände am Oberbaarer Lagerhaus wohl mittelfristig dem Verein nicht mehr zur Verfügung stehen würde und letztendlich durch die Beengtheit auch zu klein sei, um einen ordnungsgemäßen Trainingsbetrieb zu ermöglichen. Der Waldsportplatz entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Insofern plante man durch die Installierung einer Flutlichtanlage den Waldsportplatz zu einem vollwertigen Trainingsgelände auszubauen. Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde und enorm hoher Eigenleistung von ca. DM 50.000,00 konnte man das anvisierte Ziel 1996 verwirklichen.

Ohne diese vorausschauende Planung hätte der SV Baar, da der Pachtvertrag an der Oberbaarer Lagerhalle mit dem Besitzer nicht verlängert werden konnte, 1997 weder einen Trainings- noch einen Ausweichsportplatz gehabt. Nachdem sich der seit 1991 amtierende Vorsitzende Schmid Johann nach einer sportlich sehr erfolgreichen 6-jährigen Amtszeit 1997 aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl stellte (schon in den letzten beiden Jahren wurde er von einer sehr engagierten stellvertretenden Vorsitzenden Schrettle Angela deshalb vertreten) wurde Guckert Werner zum neuen Vorsitzenden des SV Baar gewählt. Womit wir bei den Zukunftsplänen des SV Baar wären.

Neben dem sportlich vorrangigen Ziel sich langfristig in der A-KIasse zu etablieren, ist es für den SV Baar besonders wichtig, einen 3. Sportplatz zu besitzen. Nur bei 3 bespielbaren Plätzen sind ein ordnungsgemäßes Training und ein zeitgerechter Spielbetrieb auf Dauer möglich, ohne dass ein Spielfeld auf Grund „Überbenutzung“ zu Grunde gerichtet wird. Viele Varianten wären bei der Suche nach einem 3. Fußballplatz denkbar. Vom Ausbau der besehenden Sportplätze bis hin zur langfristigen Verlagerung der Sportstätten in den Außenbereich des Ortes. Entsprechende Gespräche wurden mit dem Bürgermeister und Gemeinderat geführt. Es bleibt zu hoffen, dass sich alle in unserer Gemeinde der enormen Bedeutung des Sportvereines in unserer Dorfgemeinschaft, gerade auf Grund seiner umfangreichen Jugendarbeit, bewusst sind und dass sie alles tun um den Sportverein wirklich zu unterstützen. Selbstverständlich wird der Verein weiterhin auf die tatkräftige Unterstützung aller Freunde, Helfer und Gönner des Vereins setzen und setzen müssen, um das Unternehmen Sportverein mit einem jährlichen Umsatz von über 100.000,- DM im Sinne des sportlichen und gesellschaftlichen Erfolges auf Kurs zu halten. Der 40-jährige Rückblick zeigt hier überdeutlich, dass Sport nur die eine Seite des Vereines ist, dass der Verein aber letztendlich in gleicher Weise von den zahlreichen ehrenamtlichen „Funktionären“ und Helfern und deren unermüdlichen Einsatz profitiert.

Hoffen wir insofern, dass sich in unserer von persönlichem Egoismus geprägten Zeit weiter Personen finden, die den Verein tatkräftig und uneigennützig unterstützen. Solange dies der Fall ist, müssen wir uns um die Zukunft des Sportvereines keine sorgen machen.

Fortsetzung folgt....

Die Informationen zum 50 - jährigen Bestehen des SV Baar werden noch ergänzt.

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